Aktivkohle wird meist – aber nicht ausschließlich – in industriellen Filterungsprozeßen eingesetzt. Das zu einem Großteil aus Kohlenstoff bestehende Material eignet sich wegen seiner porösen Zusammensetzung und der damit verbundenen extrem hohen Oberflächenaufnahmekapazität optimal zur Filterung von nicht erwünschten Schadstoffen aus gasförmigen oder flüssigen Substanzen. Im übertragenen Sinne läßt sich der Filterungsprozeß in etwa mit der Saugfähigkeit eines Schwammes vergleichen.
Aktivkohlefilterung von TabakrauchZum einem kommen Aktivkohlefilter oftmals zur Luftreinigung in von Rauchern benutzten Räumen zum Einsatz. Mit einer entsprechenden Abluftanlage verbunden sorgen Sie für Frischluft in Kneipen, Partykellern oder Gastwirtschaften. Da diese Methode aber nur dann sinnvoll ist, wenn die ausgehende Luft gleich der eingehenden ist (bei einer reinen Abfuhr könnte man auf die Filterung ja verzichten), ist dieser Aufbau eher selten. Raucher kennen Aktivkohlefilter vielmehr aus Pfeifenfiltern oder speziellen Zigarettenfiltern.
Aktivkohlefilter für Abluftanlagen
In diesem Fällen handelt sich entweder um Festfilter, die durchgehend oder partiell mit Aktivkohle gefüllt sind. Besonders bekannt sind klassische 9mm Pfeifenfilter zum Einschub in Tabakpfeifen, aber auch Eindrehfilter für selbstgedrehte Kippen, die meist über eine Kammer mit Kohlefüllung verfügen. Auch bei fertigen ZIgaretten kommt diese Technik hin und wieder zur Anwendung. Primär interessant für unseren Blog ist aber die Aktivkohle-Filterung von Bongrauch.
Pfeifen- / Eindrehfilter mit Aktivkohle
Da Glas- oder Acrylbong über kein eigentliches Mundstück (im klassischen Sinne) verfügen, erfolgt die Aktivkohle-Filterung des Bongrauches noch vor der anschließenden Kühlung durch das eingefüllte Wasser. D.h der entsprechende Filter wird als Kupplungsstück zwischen Chillum und Bongkopf eingehängt und mit separat erhältlicher, gekörnter Aktivkohle befüllt. Dies erfordert zudem die Verwendung eines extra Siebchiens, daß das Durchrutschen der Aktivkohle verhindert. Wem diese Methode der Schadstoffreduzierung immer noch zu wenig ist, kann das Aktivkohlesystem darüber hinaus noch mit einem Vorkühler oder einem Difussorchillum kombinieren. Beachten sollte man hierbei allerdings, daß jedes zusätzliche Bauteil ein kleines Stück an Rauchpower wegnimmt.
Kohleadpater für Glasbongs
Als Chillum oder Shillum bezeichnet man nicht nur das Senkrohr einer Bong mit oder ohne Köpfchen , sondern eigentlich in erster Linie ein traditionelles Rauchgerät, wie es vor allem in Asien bzw. auf dem indischen Subkontinent weit verbreitet ist und weitgehend als rituelles Haschisch-Rauchrohr für die Sadhus diente bzw. bis in die heutige Zeit dient. Auch die Rastafari in der Karibik bedienen sich des Chillums für spirituelle Zwecke.
Vergleich mit üblichen Bong-ShillumsBeide Varianten – Chillums für Wasserpfeifen und die eigenständigen Rauchgeräte – weisen in etwa die gleiche Form auf: ein langes Rohr, das nach oben hin eine Art Füllkammer aufweist. Hiermit sind die Gemeinsamkeiten aber auch schon wieder weitestgehend erschöpft. Bongchillen sind wesentlich kleiner und meist,wie die Pfeifen selbst, aus Glas oder Aluminium gefertigt, wohingegen indische Chillen deutlich größer (bisweilen sogar bis zu einem halben Meter) sind und in den allermeisten Fällen aus Keramik oder Holz hergestellt wurden. Darüber hinaus ist diese Art von Chillum meist mit individuellen Schnitzereien oder Verzierungen versehen, was die Rauchgeräte teilweise auch zu beliebten Sammlerobjekten macht.
Das Shillum zählt zu den etwas komplizierten Rauchgeräten. Dies ist zum einem mit der gewöhnungsbedürftigen Körperhaltung zu erklären: Das Chillum muss von oben an den Mund heran geführt werden, um den totalen oder partiellen Verlust der Füllung zu verhindern. Auf der anderen Seite erweist sich die fehlende Filterung als hustenreizfördernd, was zu einigen Übungsbedarf führt, bevor man die eigentliche Rauchwirkung des Chillums würdigen kann.
Ein Siebchen ist zur Nutzung eines Chillums unbedingt notwendig, da die Füllung ansonsten durchrutschen würde. Allerdings sind bei vielen erhältlichen Chillen kleine “Steine” oder Propfen dabei, die einen ähnlichen Dienst erfüllen und meist deutlich einfacher zu reinigen sind als normale Messing- oder Stahlsiebe.
Ein Gutteil des beim Bongrauchens anfallenden Drecks wird durch Aschereste und durchrutschenden Schmand verursacht, die sich Innem am Glas bzw. am Acryl festsetzen und so die unschönen braunen Flecken verursacht, die Bongfreunden die Tränen in die Augen treiben. Neben dem rein ästhetischen Problem bedingt dies zudem auch eine zunehmende Rauchschärfe, welche die Pfeife auf kurz oder lang unbrauchbar macht.
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Vor allem Liebhabern von Flutschköpfen, bei deren Nutzung der Schmutz nicht einmal von Sieben zurückgehalten wird, kennen dieses Problem leider hinreichend. Hier hilft bloss eine regelmäßige Reinigung mit geeigneten Bürsten und Reinigern oder aber eine konsequente Vermeidung von durchfallenden Ascheresten. Letzteres kann z.B durch eine Diffusorkupplung erreicht werden, allerdings verstopfen die Löcher sehr schnell und müssen dann ihrerseits gereinigt werden. Eine Alternative kann ein separater zwischen Köpfchen und Kupplung eingefügter Schmutzfänger darstellen.
Einfacher Schmutzfänger
Einfache Schmutzfänger unterscheiden sich äußerlich oftmals kaum von Vorkühlern, besitzen jedoch ein geringers Volumen, was das Einfüllen von Wasser nicht empfehlenswert macht. Genau wie Vorkühler werden die Fänger einfach in die Kupplung der Pfeife eingesetzt und das Köpfchen oben montiert.
Andere Hersteller gehen extravagantere Wege. Ehle z.B versieht die Schmutzfänger ihrer Pfeifen mit einer separaten Diffusorkupplung, die den Rauch nochmals zusätzliche Milde verleiht.
Eher ein ganzes Schmutzfängersystem: Variante von Ehle
Wer sich die Anschaffung eines Schmutzfängers für seine Bong überlegt, sollte wie bei allem anderen Zubehör auf passende Schliffgrößen achten.